Die Geburt einer Idee

Wir kennen die alltägliche Schulsituation: Vorne der Lehrer, hinten die Klasse. Die jungen Leute haben aufzupassen, fügen sich den Entscheidungen der Lehrperson und lernen – wenn’s gut geht – was ihnen aufgetischt wird. Wer mitkommt, bekommt dafür gute Noten, vielleicht winkt ihm später ein Platz am Gymnasium oder dann gar an der Universität. Wer aber nicht mitkommt, der wird selektioniert in eine Klasse, wo es weniger Stoff zum Lernen gibt, wo aber auch die Berufsaussichten bescheidener werden. Wer auch da nicht mitkommt, der muss sich mit den Inhalten einer Kleinklasse begnügen. Er gilt als weniger intelligent.

In einem solchen Umfeld lernen die jungen Leute sich anzupassen, zu machen, was man ihnen befielt, ja sie trainieren sich sogar eine Autoritätsgläubigkeit an, denn was der Lehrer sagt, ist immer richtig. Das schlimmste, was dabei häufig gelernt wird, ist die Überzeugung, dass man dumm ist. Zusätzlich gewöhnt sich die zukünftige Generation ans Konkurrenzdenken, wo es eben Gewinner und Verlierer gibt.

Diese Auffassung hat ihren Platz in der Geschichte der Industriellen Zeit des letzten und vorletzten Jahrhunderts, als nur sehr wenige Menschen eine gute Schulbildung haben mussten, die andern hatten ihren Platz am Fliessband – ein Leben lang!

Die Zeiten haben sich geändert. Die Ansprüche ans Können der Menschen sind viel grösser geworden, aber auch interessanter. Eine Schicht von Ungebildeten können wir uns schon gar nicht mehr leisten. Ein sich Anpassen an die Bedingungen der Umwelt ist zwar immer noch sehr wichtig, gleichzeitig aber muss der Mensch dauernd neue Entscheidungen fällen, muss alte Erkenntnisse über Bord werfen können und gleichzeitig die Bedürfnisse seiner Mitmenschen erfühlen können.

Die Ressourcenorientierte Schule beschreitet neue Wege, damit sich die jungen Menschen den Ansprüchen einer modernen anspruchsvollen Welt stellen können. Die Erfahrungen der fünfzehnjährigen Geschichte der REOSCH zeigen, dass der eingeschlagene Weg stimmt.